Hippieslandvertikal9.jpg

ULURU - Acrophilia, Release: 22.02.2019

uluru1662509413.jpg ULURU - Acrophilia
Release: 22.02.2019

Das läuft rein wie frisch Gezapftes. Mit dem Opener ‚Insidious Queen‘ hauen ULURU gleich zu Beginn ihres neuen Albums Acrophilia dermaßen einen groovenden Hammer raus, dass es eine wahre Freude ist. Das Trio aus Istanbul zeigt auf seiner dritten Veröffentlichung mehr Zähne und spielt satten, riffbetonten Stoner Rock mit Biss. Das darauffolgende ‚Sark‘ unterstreicht mit dezent eingebetteten orientalischen Einlagen die Herkunft der Musiker. In ‚Sideria‘ zeigt die Band darüber hinaus ihre Begeisterung für Pearl Jam und tatsächlich, auffallend oft setzten sich die Stoner Granaten viel aus gutem Grunge der 90er zusammen, was der Band aber ausgezeichnet zu Gesicht steht. Auch beim Song ‚Constantine‘ kommen viele Erinnerungen an wunderbare Soundgarden-Jahre hoch, und man kann vor dem geistigen Auge einen Chris Cornell praktisch singen hören.

Da sind wir auch schon beim Thema: So genial, rein musikalisch auf den Punkt gespielt, dieses Album von ULURU auch ist, das Songwriting und die dazugehörenden Riffs sind einfach darauf ausgelegt, dass jemand doch bitte singen möge. Dies bleibt aber der einzige Kritikpunkt, denn ansonsten gibt es musikalisch nichts, aber auch gar nichts an Acrophilia zu bemängeln, das professionell und stark produziert am 22. Februar auf dem heimischen Plattenteller rotierend aus den Wohnzimmerboxen dröhnen wird. Wem die leicht ausufernden Stücke wie der ‚Acrophilia Jam‘ oder das alles einnehmende ‚Aeternum‘ noch nicht genügen, der darf sich auch noch dem psychedelischen ‚Sin’N‘ Shamash‘ hingeben, welches NOLA-like, nach einem fettem Riff, eine furiose Wendung in Sachen atmosphärischer Melancholie vollzieht.

Veröffentlicht wird Acropilia über Krefelds Independent Label Tonzonen Records, das wie immer, sehr geschmackssicher einfach ein gutes Händchen für herausragende Bands beweist.

Starke Sache!
Daniel Wieland, 20.02.2019

LOGO_tonzonenrecords856.jpg