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Spatial Moods - Terra & La Cueva Sessions, LP, Release 30.01.2018

Spatial-Mods-Terra-La-Cueva-Sessions-LP.jpg Spatial Moods - Terra [EP] & La Cueva Sessions
LP-Release 30.01.2018

Clostridium Records Art.Nr.: CR033COL

Nicht lange quatschen… Machen! So, oder so ähnlich muss das Motto der in Lima ansässigen Peruaner von SPATIAL MOODS lauten, die nun über das Bochumer Label Clostridiumrecords eine LP veröffentlichen. Diese setzt sich aus den 14’er La Cueva Sessions und der 16’er Veröffentlichung Terra [EP] zusammen. Starten wir mit der schon etwas älteren Veröffentlichung.

Side B: La Cueva Sessions

Mit den ersten beiden Kompositionen erwarten den Hörer entspannte Improvisationen, die eine Lässigkeit an den Tag legen, welche man sonst von Causa Sui, und dem Space Rock von Maat Lander oder Oresund Space Collective gewohnt ist. Das Ganze wird mit einer tollen Percussion, in diesem Fall mit dem Einsatz von Bongos, aufgewertet, so dass einem hin und wieder ein angenehmes, südamerikanisches Sommerfeeling im Camp Santana um die Nase weht, was absolut klasse gemacht ist. Dazu gesellt sich in "Los Gritos de Hernan" verdächtig nach Neil Young klingendes Geschwurbel (Cortez The Killer) nebst Delay und Rückkoppelungen satt, die dem, in dicken Rauchschwaden sitzenden Ruhenden ein zustimmendes „Ja, Mann“ entlocken. Mit "Continuum / Vesubio" legt das Ganze noch zusätzlich eine ordentliche Portion Acid Rock oben drauf. Fertig ist der leckere, frisch zubereitete und unverbrauchte Cocktail mit den besten Zutaten, die SPATIAL MOODS zu bieten hat.

Side A: Terra [EP]

Hier geht es vertrackt, manchmal hektisch, aber auch fuzzig zur Sache. Auffallend ist der etwas zu laut geratene Bass, der sich schwer für eine gleichbleibende Linie entscheiden kann. Zu dominant knurrt dieser seinen eigenen Song im Song und lässt den anderen Instrumenten mit ihren starken Sounds leider selten eine Chance zu glänzen. Das ist sehr schade, denn Songs wie "Jupiter", "Habasis" und "Venus" haben sowohl absolut spacige, als auch mit Jazz angereicherte, progressivere Momente zu bieten, die mit den damit einher gehenden Tempiwechsel sehr spannend ausfallen. "Cha 110913" weiß mit einem phantastischen Basssound zu überzeugen und in "Sedna" lauscht man dem fuzzigen Stoner Jam mit seinen Tambura-Samples im Hintergrund.

Fazit: SPATIAL MOODS sind eine wirklich starke Band, die vom Gespür für Melodien und Sounds sehr gut bei der Sache ist. Darüber hinaus zeichnen sich die Südamerikaner durch ein erlerntes und Spannung erzeugendes sowie handwerkliches Geschick aus, dem man gerne lauscht.

Die LP ist, wie immer von Clostridium gewohnt, opulent gestaltet, es gibt verschieden farbiges Vinyl und darüber hinaus eine Die Hard Edition mit allerlei Goodies für das Sammlerherz.

Fans von Neil Young,  Zone Six,  Oresund Space Collective, Maat Lander, Santana oder entfernt auch (mit viel Phantasie) Solstafir, dürfen hier aufhorchen.
Daniel Wieland, 28.02.2018

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