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MOMBASA - Shango Over Devil’s Moor - Live at Stagge’s Hotel 1976: CD Release 28.04.2017

rezensionSIR2169.jpg MOMBASA - Shango Over Devil’s Moor - Live at Stagge’s Hotel 1976
CD-Release: 28.04.2017

Sireena Records Best-Nr.: SIR 2169
Vertrieb Deutschland: Broken Silence Distribution

Nächster Teil der beliebten Reihe mit Live-Recordings aus dem legendären Stagge’s Hotel! Dieses Mal mit einem Konzert der Afro-Jazzfunkband MOMBASA von 1976!

MOMBASA entstand in Deutschland Anfang der 70er Jahre, als der US-Jazzmusiker Lou Blackburn (Trombone) sich mit Musikern aus Afrika zusammentat und MOMBASA gründete. Blackburn hatte vorher bei der Berliner Institution AGITATION FREE mitgespielt, da reifte bei ihm schon die Idee, europäische, amerikanische und afrikanische Musik in einem Projekt zu vereinigen. Das Rocklabel Intercord, Spiegelei, bot der Band die Möglichkeit, ihr Debütalbum „African Rhythmus & Blues“ 1975 zu veröffentlichen, und die Platte kam zur rechten Zeit. Der pulsierende enorm groovende Ethno-Funk von MOMBASA spielte sich umgehend in die Herzen und Beine eines zumeist studentischen Publikums, die Band war viel unterwegs, und bereits 1976 erschien das Nachfolgealbum „African Rhythmus & Blues 2“. Ebenfalls ein starkes Album. In jenem Jahr spielten MOMBASA im Zuge ihrer Deutschlandtournee auch im Stagge’s Hotel in Osterholz-Scharmbeck. Das Repertoire bestand aus Titeln der beiden bisherigen Alben sowie aus Improvisationen. Die Band und besonders Lou Blackburn waren an dem Abend enorm gut drauf und lieferten einen begeisterten Auftritt ab, den das geradezu euphorische Publikum dankbar honorierte. Für viele bedeutete der Auftritt von MOMBASA einen der Höhepunkte der damaligen Konzerte bei Stagge’s. Lou Blackburn und seine Band veröffentlichten bis 1981 noch drei weitere Alben, aber Ende der 70er Jahre hatten sich musikalischer Geschmack und Zeitgeist geändert, an die großen Zeiten konnten MOMBASA nicht mehr anknüpfen. Die Bandmitglieder zerstoben in alle Winde. Bandleader Lou Blackburn verstarb bereits 1990 in Berlin.

Lou Blackburn hatte einmal über seine Band MOMBASA gemeint:
"In describing the music of Mombasa which is a mixture of rhythm, jazz, folklore, blues, spirituals and worksongs, I would prefer not to use the word jazz. Many people ask us, how to describe our type of music. To this I can only answer that I leave it to the audience because I don’t want to give it a label, for me it is simply ours. Mombasa’s music."

Prima Schlussatz!

“Stagge’s Hotel” in Osterholz-Scharmbeck (nahe Bremen) gehörte in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts zum festen Bestandteil der Tourneepläne vieler deutscher, aber auch internationaler Bands. Ähnlich wie „Meta“ in Norddeich, der „Jaguar Club“ in Bielefeld, das „Grünspan“ in Hamburg, der Starpalast“ in Kiel und viele andere Diskotheken mit Live-Musik war auch “Stagge’s Hotel” ein überregional bekannter Anziehungspunkt für Musikverrückte. Hier tobte das wahre Leben vieler Jugendlicher. Im Erdgeschoss die Kneipe, im Saal darüber die Musik. Erst spielte die Band, dann wurde Musik aufgelegt. Im Morgengrauen zogen dann die letzten Besucher zufrieden nach Hause. Bis zum Beginn des neuen Jahrtausends betrieb Fritz Stagge seine Lokalität, Generationen von Jugendlichen gaben sich dabei die Klinke in die Hand. Heute befindet sich in “Stagge’s Hotel” ein Restaurant, den Saal im ersten Stock gibt’s noch immer. Eine Diskothek allerdings nicht mehr. Die vorliegende Tonaufnahme ist da wie ein Dokument aus einer anderen Zeit, wir sind froh, es gerettet zu haben. Und wir hoffen, dass der Funke ein bisschen rüberspringt.

MOMBASA - Shango Over Devil’s Moor

Tracklist:
01. Soletho Part I (5:48)
02. Soletho Part II (2:25)
03. Soletho Part III (3:18)
04. Soletho Part IV (4:25)
05. Introduction (1:59)
06. Makishi (9:58)
07. Shango (11:26)
08. African Hustle (12:16)
09. Kenia (4:52)
10. Serengeti (10:04)
11. Lopalop (8:19)

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